Eisarsch Regatta für Optimisten oder 14 Tonnen am Attersee

Attersee

(07. DEZEMBER 2002)

 

Als ich Ende September von dieser Regatta gehört hatte, faszinierte mich als Erstes der Gedanke, dass ich nach den vielen Stunden des Bastelns an unseren Cluboptimisten, endlich einmal die Gelegenheit bekam eines der Boote zu segeln.


Auch das Datum übte einen gewissen Reiz aus:

Der 07. Dezember!!!

Was auch ein Grund dafür gewesen sein mag die Regatta Eisarsch zu nennen.

Als ich auf der Homepage der Veranstaltung nachschaute, glaubte ich meinen Augen nicht. Es waren schon 150 gemeldet! Da wollte ich unbedingt der 151-zigste sein.

Tief hingen die Wolken im Reuttener Talkessel, als ich losfuhr. Und der Nebel, der so dicht war, dass ich den knallroten Opti auf meinem Fiat fast nicht mehr sehen konnte, ließ mich auf der Fahrt an den Attersee kurz an meinem Verstand zweifeln. Vor allem, weil mein Vater beim Verladen des Optis meinte, ich solle die Abfahrt Hall meiden, denn die würden mich auf alle Fälle in der Geschlossenen behalten. Doch meine Euphorie war nicht zu bremsen, weder vom Nebel noch von den niedrigen Temperaturen.
Freitags um 19 Uhr 30 kam ich an und eilte noch schnell ins Wettfahrtsbüro um mich registrieren zu lassen.
Die Höhe des Startgeldes wurde mit der Formel Körpergewicht x 20 Cent ermittelt. Da es bei der Veranstaltung um einen karitativen Zweck ging störte es mich auch nicht, dass etwas beim Gewicht dazu geschwindelt wurde. Der Reinerlös kam dem Kinderheim Steinbach zugute.

Im Partyzelt traf ich dann alte Bekannte wie Thomas Vogel und einige Freunde aus der Korsarenszene. Übrigens Thomas lässt alle Clubmitglieder recht herzlich grüßen.

Am Samstag beim Aufbau der Optis hatte so mancher erfahrene Regattasegler seine Mühe das Boot segelfertig zu bekommen. Gar nicht so leicht aus drei Staberln ein segelbares Rigg zu basteln...
Um 12 Uhr 12 Minuten und 12 Sekunden war der Start angesetzt. Von den 210 Gemeldeten wagten sich dann 176 auf das Wasser.
Bei diesem Getümmel wurde ich noch vor dem Startschuss von einer Seglerin gerammt und mein Boot füllte sich mit ca. 30 Liter Wasser, die es während des Starts und der ersten Kreuz hinaus zu schaufeln galt. Erst jetzt realisierte ich wie so viele andere Leidensgenossen auch, dass sich dieses Kinderboot völlig überladen recht instabil verhält, vor allem bei einem größeren Wellengang, der die Höhe des Freibords hatte. Durch das Wasserschöpfen abgelenkt - eine Hand hält die Pinne und die Schot mit der anderen die Pütz kam eine katastrophale Startkreuz zusammen. Doch einen Trost hatte ich. Mittlerweile hatte es schon einige härter erwischt - sie waren gekentert und das bei einer Wassertemperatur von 7. Grad!


Mir gelang es noch einige Plätze gut zu machen, und im Zielchaos ( die Ziellinie war nur 10 Meter breit) konnte ich noch ein Schlupfloch finden und somit wurde ich im Endergebnis 111-er. Nicht berauschend aber im Großen und Ganzen doch zufrieden. Nur eines störte mich, dass mein Jugendkontrahent Vogel Thomas fünf Plätze vor mir lag.



ABER NÄCHSTES JAHR SCHLAGE ICH ZURÜCK - PASS AUF MEIN LIEBER!!!

Am Ende bleibt nur noch zu sagen, dass es eine tolle und perfekt organisierte Regatta war und dass es viel Spaß bereitete und nebenbei mit den Sponsoren noch insgesamt 20.000 € für einen guten Zweck zusammenkamen.

© by ANDI

 

Letzte Aktualisierung: 14.05.2008
© by Martin Maier