Lasertraining & Izola Spring Cup 2002
Izola
Bereits am Freitag, den 23.3. fuhr ich mit Werner Delle
Karth in seinem Bobteam- LKW Richtung Süden. Am Samstag trafen schön
langsam auch die anderen Teilnehmer ein - darunter viele alte Bekannte.
Besonders mit den oberösterreichischen Seglern treffe ich mich immer
wieder bei den Trainingslagern und bei Regatten. Die 1. Trainingseinheit
begann am Sonntag. Gerd Schmidtleitner nahm uns unter seine Fittiche.
Besonders starker Wind machte uns am 1. Tag zu schaffen und nach 8 Kenterungen
waren wir fix und fertig. Wer "Blondl" kennt, weiß, dass
er uns auch an den nächsten Tagen sehr forderte.

Einen besonders schönen Abend erlebte ich bei Werner
und Ilse Koch auf ihrem Boot. Bei einer guten Speckjause in ihrer wunderschönen
Kajüte, wurde natürlich nur über ein Thema geredet. Vielen
Dank für Eure Gastfreundschaft.
Anschließend an das Trainingslager fand der Izola Spring Cup statt.
6 Wettfahrten und 36 Laser- Radial- Segler sorgten für volle Action.
Es war enorm schwer, gegen dieses starke Feld anzukämpfen. Gerade
die slowenischen und kroatischen Segler haben einen unvergleichlich harten,
kämpferischen Regattastil.
Mit meinem 26. Platz und als zweitbester österreichischer Radialsegler
bin ich voll zufrieden.
Ein weiterer Bericht von einem anderen Teilnehmer:
Ein aufgrund der zeitgleichen Trofeo Princesa Sofia etwas dezimiertes
(österreichisches) Laserfeld konnte dieses Jahr Izola wieder einmal
von seiner wechselhaften Seite erleben: Im Training dürfte es an
Wind nicht viel Mangel gegeben haben (die erst zur Regatta Angereisten
konnten sich anhand der ausgemergelten Gesichter von den Anstrengungen
der vergangenen Tage überzeugen...), während der Wettfahrten
hingegen waren die Verhältnisse dann nahezu ideal: Sonnenschein und
2-5 Windstärken, warm war es auch - besser hätte es wirklich
kaum sein können.
Zum Sportlichen:
An der Spitze vollzog sich der erwartete Zweikampf zwischen Vasilij Zbogar
(SLO) und Tamas Eszes (HUN), der sich letztendlich zugunsten des Slowenen
entschied.
Um es gleich vorwegzunehmen: Das Fehlen der österreichischen Elite
machte sich deutlich bemerkbar. Außer einem Wettfahrtsieg (Danke
Bertram!) und ein paar Top-Ten-Platzierungen hat für die rot-weiss-rote
Armada nicht viel herausgeschaut.
Neu war in diesem Jahr, dass die Zahl der ausgeschriebenen Wettfahrten
von 6 auf 9 erhöht wurde ("Was? Na, des gibt's do net! Da müss'
ma ja am End bis Montag bleiben!").
Aus diesem Grund durften wir heuer, ebenfalls ein Novum, am Freitag gleich
3 Wettfahrten bestreiten. 3-5 Beaufort machten diese Aufgabe aber zu einem
durchaus netten Ereignis. Thomas "Lasti" Laherstorfer (1.WF:
8.) und Präsident Philip Lang (2.WF: 7., 3.WF: 8.) oblag es an diesem
Tag, für die österreichischen Achtungserfolge zu sorgen. Lasti
legte zusätzlich noch einen wunderschönen Frühstart in
der 2. Wettfahrt hin, Herz was willst du mehr!
...
Am darauffolgenden Tag, dem Samstag, wurde die Sache schon etwas zäher:
Der Wind hatte nachgelassen, mehr als 1-3 Beaufort waren an diesem Tag
nicht drin. Die Stunde der Leichtwindexperten war angebrochen: Max Pois
konnte seine Führung in der 4. Wettfahrt zwar leider nur über
das erste Dreieck halten (trotz kleiner Orientierungsprobleme bei der
ersten Luv) für einen 6. Platz (immerhin bester Österreicher!)
reichte es dann aber trotzdem noch. In der 5. Wettfahrt konnte sich Philip
Lang wieder einmal mit einem 8. Platz unter den Top Ten platzieren. Die
6. Wettfahrt stellte dann, wie sich im nachhinein herausstellen sollte,
die Entscheidung um die Platzierung als bester Österreicher dar:
Philip Lang riskierte zuviel, kassierte einen Frühstart. Bertram
Fischer hingegen kam gut weg und konnte nach langer Führung einen
ungefährdeten Wettfahrtsieg ins Ziel segeln.
...
Der Sonntag begann, wie er enden sollte: Ohne Wind. Von ein paar Windstrichen
zur Eile gemahnt, schöpfte die Wettfahrtleitung Hoffnung und lies
uns auslaufen. Und dort bleiben wir dann. Lange. Lustig war es, wie halt
immer, wenn alle zusammenhängen und die Ereignisse der vergangenen
Tage, Wochen und Monate (es war ein langer Winter dazwischen!) nochmals
aufgerollt werden. Nach den erlösenden 3 Schüssen, sowie dem
nachfolgenden Schleppen und Aufladen war noch der schon fast traditionelle
Sonntagabend-Pizzeriabesuch angesagt.
Zum Gesellschaftlichen:
Da gibt's eigentlich nicht viel zu erzählen. Das schlimmste jedoch:
Der CC-Club ist leider nicht mehr das, was er mal war. Das ganze schimpft
sich jetzt "Night Club" und wartet nicht nur mit verdoppelten
Getränkepreisen, sondern auch mit Stange (dort wird sogar zeitweise
"gestrippt" - was die sich halt so darunter vorstellen...) in
der Mitte des Lokals, Ostblock-Schönheiten in Unterwäsche sowie
den dazupassenden, mittelalterlichen Gästen slowenischer Provenienz.
Leider nicht unbedingt eine Verbesserung.
Alles in allem waren die Abende also nicht besonders spannend (Fisch in
Piran, Cevapcici im Yacht-Club, Essen im Hotel, Bier in der Lobby), sieht
man vom Samstag ab: Der konnte wieder einiges, fast wie in alten Zeiten.
Das jedoch, meine lieben Leser, ist eine andere Geschichte, welche an
dieser Stelle nicht vollständig erörtert werden soll.
Markus Pois
© by Stefan Zangerl
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| Letzte Aktualisierung: 14.05.2008 |
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