Spring - Cup Laser Radial

Union-Yacht-Club Neusiedlersee

18.05.2002 - 20.05.2002


Bereits am Freitag, den 17. Mai konnte ich mit einem Laser - Kollegen aus Innsbruck die Fahrt ins Burgenland antreten.
Bei strahlendem Sonnenschein und gutem Wind segelten wir am Samstag 3 Wettfahrten. In meiner Klasse waren 7 Boote am Start.
Die 4. + 5. Wettfahrt am Sonntag fuhren wir bei 6-7 Beaufort und der Wind verlangte dem Körper alles ab.
Den Abschluss bildeten am Montag zwei weitere Wettfahrten.
Ich konnte mich stets unter den ersten drei platzieren. Bei einem sehr geschlossenem Teilnehmerfeld, ereichte ich den 2. Platz (siehe Ergebnisliste).
Die Organisatoren haben gute Arbeit geleistet und einen reibungslosen Ablauf ermöglicht.
Heute - einen Tag nach den Wettfahrten - spüre ich erst, wie anstrengend dieses Wochenende war.

I am K.O. !!

Stefan


Pl. Segelnr.   Mannschaft Wettfahrtsergebnisse Pkt.
1 SVK 164980 Lukas Zungovsky / YC Marin 1 1 2 1 2 1 (DNF) 8
2 AUT 120575 Stefan Zangerl / SVR 2 (3) 3 2 3 3 1 14
3 AUT 108833 Benjamin Politor / FOR 3 2 (5) 4 5 2 2 18
4 AUT 158640 Peter Kubisch / FOR (6) 4 1 3 1 5 6 20
5 AUT 13 Peter Prosser / FOR 4 5 4 (7) 4 4 4 25
6 AUT 161325 Christopher Albert / NCA 5 6 (7) 5 6 7 3 32
7 AUS 173035 Judith Dallhammer / SAF (DNF) 7 6 6 7 6 5 37

Weitere Berichte von anderen Teilnehmern:

Bericht:
Nach zwischenzeitlicher Absenz war der Spring Cup im UYCNs heuer wieder einmal seglerisches Pfingstziel der österreichischen Laserszene. Da die Regatta am Samstag um 14.00 Uhr beginnen sollte, reiste ein Teil der Laser-Cracks bereits am Freitag an (aklimatisieren, Blutdoping nach der Burgenlandmethode=Gelsen, etc.), der Rest trudelte am Samstag ein. Bertl, der am Vorabend noch anderen gesellschaftlichen Verpflichtungen in Salzburg nachgehen mußte, gab dem Begriff "just-in-time" eine neue Bedeutung. Einige schafften es leider nicht an den Neusiedlersee, die Gründe waren vielseitig: neben dem "Lakes-Week-Starkwind-Schlechtwetter-Trauma" waren Berufsstreß oder private Verpflichtungen die Hauptursache. Gegen Vorwürfe der Bequemlichkeit oder gar Faulheit verwehren wir uns vehementest, auch wenn sie nahe liegen.
Die Anwesenden wurden jedenfalls belohnt, sportlich wie gesellschaftlich.

Zum Sportlichen:
Pünktlich um 14.00 konnte am Samstag die erste WF gestartet werden, zwei weitere sollten folgen. An der Spitze ging ein Dreikampf in die zweite Runde, welcher bereits die Saison 2001 beherrscht und seinen dramatischen Höhepunkt bei der Lakes Week des vergangenen Jahres gefunden hatte. Martl, Bertl und Präsident Philip gingen es wieder an. Mit zwei WF-Siegen setzte sich nach drei WF Bertl an die Spitze, punktegleich mit Martl, Philip auf Platz 3 in Lauerstellung.
Der zweite Tag brachte mehr Wind und beeinduckende Dominanz von Martl (3WF-Siege). Philip konnte mit den Plätzen 2-2-3 mit Bertl punktegleich ziehen.
Am letzten Tag kaum leichterer aber dafür etwas unkonstanterer Wind, mit dem in der ersten WF Philip am besten zurecht kam und endlich wieder einmal einen Sieg heimfuhr. Die letzte WF holte sich aber wieder Altmeister Martl vor Bertl. Gegen Martl war an diesem Wochenende nichts zu holen. "Wenn nicht bald die Mid-Life-Crisis einsetzt, steh ma gegan Martl schön dumm da."

Novum der heurigen Saison: Die jungen Wilden kommen, und zwar immer näher! Heitzi und Jürgen Brandstötter (mit ö) nutzten gemeinsam mit dem jungen Stepi den Winter und sägen nun am Ast der ersten Drei. Da Stepi mit Anderl "4 Olympia" Geritzer bereits am Weg nach Medemblik war, lag es diesmal an Heitzi und Jürgen, anzugreifen. Und das taten sie. Zwischendurch immer wieder ganz vorne oder zumindest auf Tuchfühlung führten sie einen 2-Kampf um die Gesamtplätze 4 und 5, den zuletzt Heitzi für sich entscheiden konnte. Er segelte in allen Bedingungen konstant an der Spitze mit. Jürgen ist schnell, sehr schnell. Bergauf denkt er manchmal noch ein bißchen zu viel, bergab fällt er noch ein bißchen zu oft um.
A propos Umfallen: Ein neues Phänomen der Starkwindsegelei ist unser Fritzi Hubauer. Nicht weniger als 4 Mal führte er an der ersten Luv, um anschließend das Boot zu verlassen und die Gegner vorbeizuwinken. Zitat Präsident: "Fritz, wennst nach der ersten Luv weniger verlierst, dann bist am Schluß weiter vorn". War ihm aber egal. Wahrscheinlich tun ihm die anderen leid, wenn er sie auf der Kreuz stehen läßt. Das erfordert mentale Arbeit!
Auch Flori Grosser legt nach der Luv gerne mal eine Pause ein, um das Geschehen rundherum genauer betrachten zu können. Läßt er solche Einlagen aus, gelingen ihm Platzierungen wie der 2. am ersten Regattatag.
Laser-Zurückkehrer Jörg Moser startete sein Comeback dieses Wochenende. Auf der Kreuz zeigte er von Anfang an seine Routine, mußte allerdings noch einige Probleme mit dem Equipment ausmerzen. Nun gilt es, Vorwindversäumnisse aufzuholen. Bertl: "Ja, ja. Die Vorwind hat sich schon weiterentwickelt."
Ebenfalls wieder dabei ist Ulla Miller. Kaum legt man ihm die ÖSTM ans Heimrevier, ist er wieder mit vollem Elan dabei. Bereits diese Woche beginnen seine ÖSTM-Vorbereitungen am Achensee zusammen mit Sparring-Partner Fritz Hubauer.
Erstmals konnten wir uns über schwedische Teilnahme am Spring Cup freuen. Per Astroem arbeitet bei Ericcson Austria in Wien (was sonst!), nimmt nach dem nächsten Heimaturlaub sein eigenes Boot nach Österreich mit und will zukünftig öfter bei uns mitfahren. Gut so, denn er ist ganz schön schnell.

Die Radials brachten dank Peter Kubisch und Peter Prosser ein 7-Mann und Mädl-starkes Feld zusammen, welches der Slowake Lukas Zungovsky dominierte. Doch gleich dahinter platzierte sich Stefan "the body" Zangerl vor dem steyrischen Triumvirat Politor, Kubisch und Prosser. "Jawoi Tiroi". Auch für die abwesenden Radials gilt: "Ihr faulen Säcke!"


Zum Gesellschaftlichen:
Da die ersten ja schon am Freitag da waren, beginnt die Geschichte an eben diesem Abend. Nach Pizza im da Capo zogen 4 Segler weiter in den "Neusiedler" (Jütgitsch, Heitzi, Europe-Alice und Philip). Jürgen hatte sich nach besten Kräften gewehrt, wurde von uns aber gezwungen, doch mitzukommen. Er sollte es uns noch danken. In der ersten Reihe hatten wir bestmöglichen Überblick und angelten alle Laser-Neuankömmlinge direkt ins Lokal. Zuerst fuhr Jaun vorbei und drehte um. Dann Fritz und Lilly. Zwischendurch hatte es sich auch bei den Europemädls herumgesprochen, daß die Laserburschen im Lande sind und so dauerte es nicht lange bis Babsi "Byc" Czajka und Anna Wer(r) eintrudelten. Über erstere freute sich vor allem unser Jürgen, welcher doch noch munter wurde. Präsident Philip hatte sich ja gleich selbst eine Europeseglerin (Wen wohl?) mitgebracht. Je später der Abend umso schöner die Gäste. Und so gab uns auch noch Ulla "Üllüle" Miller zu späterer Stunde die Ehre. Heitzi ging zwischenzeitlich verloren. Unsere Sorgen erwiesen sich aber als unbegründet. "I woa nua telefonieren".

Das Samstag-Abend-Programm fand im UYCNs statt. Nach drei anstrengenden WF nutzten Bertl, Philip und Jürgen die Gunst der Stunde, legten direkt beim schönen neuen Clubhaus an und sicherten sich die ersten Segleressen. Der Grund für diese Aktion war wohl durchdacht. Während unzählige (ja fast 100e) potentielle Laser Um-und Einsteiger (Opti, Europe, 420er) ihr Segleressen genossen, war die Laserklasse jederzeit omnipräsent (in Form von drei Booten, die da vor dem Clubhaus baumelten und drei Top-Athleten im Neopren). So sollte sich die Laserklasse heimlich und immer tiefer ins Unterbewußtsein der Noch-nicht-Lasersegler schleichen. Mal schauen, ob's funktioniert. Zu späterer Stunde fanden die drei Jungs doch noch den Weg zum Festland, wenn auch Bestenlistenreferent Bertl sich nur sehr schwer losreißen konnte.

Die Sonntagswettfahrten waren zwar schnell abgespult, dafür aber umso anstrengender. Dies machte für die meisten eine ausgiebige Regenerationsphase am Nachmittag notwendig.
Kein Burgenlandaufenthalt ohne Heurigenbesuch, und so rafften sich noch alle einmal auf und es ging zum "Preschitz", wo wir einen nicht allzu langen, dafür aber umso gemütlicheren Abend verbrachten. Die Runde war riesig (Bertl+Bixi, Heitzi, Jürgen, die Europe-Girls Alice, Anna, Babsi und Kathi, Fritz+Lilly, Martl, Jaun, Philip und die Ehrengäste Peter Graf und Thomas Jakobowitz.

Alles in Allem eine gelungene Veranstaltung (vielen Dank an Stefan Hess und den UYCNs). Einzig das Startfeld wäre ausbaubar. Vielleicht ja dann beim OTI Cup in Rust.

Euer Philip

 

© by Stefan Zangerl

[Zurück zur Berichteauswahl]

Letzte Aktualisierung: 14.05.2008
© by Martin Maier