Österreichische Meisterschaft KorsarMattsee20.09.-23.09.2001
Nach drei Wochen schlecht Wetter fuhren wir voller Hoffnung auf Wetterbesserung an den Mattsee zur diesjährigen österreichischen Meisterschaft der Korsare. Da die Wettervorhersage jedoch nicht sehr vielversprechend war und wir optimale Rahmenbedingungen haben mussten, suchten wir uns ein gemütliches Zimmer und nächtigten nicht in unserem Hänger. Diesen überließen wir unserem Reisebegleiter Martin, welchen wir als Vorschoter für Lindner Gerhard mitgenommen hatten. Er ist ja noch jung und sollten den schon fast winterlichen Bedingungen im Hänger wohl standhalten, ansonsten hätten wir einen Gegner bereits im Vorfeld eliminiert. Der Ausblick aus unserem Fenster war, was das Wetter anbelangte nicht besonders aufmunternd. Flaute!! Ein Blick auf das Programm jedoch brachte zumindest in unserer Magengegend ein Lächeln hervor. Um 18.30 wurde vom Segelclub Mattsee in den Klosterkeller zum Abendessen und Weinverkostung eingeladen. Bereits um 14.00 Uhr nach der Segelvermessung begannen wir mit intensiven Vorbereitungen auf dieses Ereignis. Jeder nahm sich im Clubhaus einen Stuhl und wärmte somit sein Sitzfleisch kräftig auf. An der Theke wurde fleißig ausgeschenkt um auch die Kehle warmlaufen zu lassen. Zahlreiche Sprüche sorgten bei manchen bereits für heftiges Lachen und heiße Diskussionen über die normalerweise ausgezeichneten Windverhältnisse, laut Aussagen der einheimischen Segler, (ca. 5 Windstärken) ließen einiges für den Abend erwarten. Der ein oder andere nützte auch noch die Nachmittagsstunden für ein kleines Nickerchen um dann, wenn es darauf an kommt top fit zu sein. Um Punkt 18. 30 erfolgte dann mittels eines Massenstarts im Clubhaus die erste Kreuz Richtung Klosterkeller. Das erste mal dass keiner einen Ausreißversuch (Extremschlag) machte. Wir liefen wie erwartet alle fast gleichzeitig im Bereich des Weinkellers ein und wurden dort auch schon von der Zielmannschaft mit Sekt erwartet. Nach einer kurzen Begrüßung begann die 1. Etappe am riesigen Buffet . Es gab dazu Wein Bier usw. in ausreichender Menge und wie man hörte sollen die Schweizer Eidgenossen den Abend erst um 2.00 Uhr mit dem Hausherrn und Pfarrer beendet haben.
Der nächste Tag begann zwar mit besserem Wetter aber was immer noch fehlte war der Mattseesturm. Der dürfte sich bei einigen maximal im Kopf abgespielt haben. Nun wir sind ja geduldig und da wir ausgezeichnet verpflegt wurden, genossen wir auch so den Aufenthalt. Am Nachmittag gelang es uns dann doch, noch eine Wettfahrt zu starten. Diese musste aber abgeschossen werden. Die Zweite hatte es in sich. Nach dem Start begann der Wind zu drehen, und es wurde fast nur noch Halbwind gesegelt. Nur bei der Luvtonne drehte der Wind so stark dass der ein oder andere mehr oder wenig glücklos durch die Gegend kreuzte. Wir hatten unsere erste Wettfahrt unter Dach und Fach. Na ja. Der Programmlichtblick: gemeinsames grillen im Club. Es gab Ripperl und Freibier in Unmengen. Auch wenn der Wind nicht 5-8 Windstärken hatte, die Verpflegung hatte dies alle mal. An diesem Abend ging so mancher noch in die Disco was sich jedoch nicht als beste Taktik für den nächsten Tag herausstellte. Um 14.30 starteten wir am Samstag zur 2. Wettfahrt. Wieder wenig aber
dafür gleichmäßiger Wind. Ein fünfter Platz brachte
uns wieder mit ins Rennen nachdem bei dem Lotteriespiel am Freitag nur
ein 12. Rang herausschaute. Am Abend nichts neues! Essen bis zum Umfallen
und wieder Freibier. Da wir erst 2 Wettfahrten im Kasten hatten musste
am nächsten Tag die Startbereitschaft bereits auf 9.00 Uhr vorverlegt
werden. Es herrschte nicht unbedingt allgemeine Begeisterung. Um 19.30
Uhr rief die österreichische Korsarenvereinigung zur alljährlichen
Jahreshauptversammlung auf. Lange und interessante Diskussionen bis ca.
23.00 Uhr und natürlich anschließender Smalltalk verlängerte
unsere Nachtruhe nicht unbedingt. Trotzdem standen wir am nächsten
morgen voller Tatendrang und heiß wie selten zuvor auf. Wetter Regen
aber was sehen unsere Augen? Wind, ja wirklich Wind. Wir waren um knapp
vor 9.00 Uhr die ersten auf dem Wasser und segelten die Kreuzstrecke aus
taktischen So, anziehen und Start zum zweiten Lauf an diesem Morgen. Harte Positionskämpfe prägten diese Wettfahrt. Das Feld war wie auch in den vorherigen Läufen extrem eng beisammen. Der achte Rang stimmte uns zuversichtlich. Ein super Start in der 5. Wettfahrt und eine optimale 1. Kreuz lies uns als fünfter die Ziellinie passieren. Jetzt begann das große Rechnen. Am Ende reichte es zu dem 8. Gesamtrang. Wir waren mit dem Abschluss dieser Saison mehr als zufrieden und konnten somit auch bei der letzten Regatta dieses Jahres unser gesetztes Ziel erreichen. Martin und Gerhart Lindner wurden siebter. Überlegener Sieger wurde Peter Sippel mit Gabi Wieberg vor dem alten und auch neuen Staatsmeister Roland Leimgruber und Christian Müller. Der Segelclub Mattsee hat sich einmal mehr als perfekter Organisator erwiesen und wir kommen bestimmt das nächste mal wieder . © by Andi und Alex
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