Europacup der Korsare
Lipnov Stausee, Tschechien
(19.06. - 24.06.2003)
Ein Cup der Guten Hoffnung
Vom 19. bis zum 24. Juni war es wieder so weit, und diesmal ging es in
eine völlig andere Richtung – nach Tschechien! Leider hatte
Alex keine Zeit, und so segelte ich mit dem Salzburger Oberholzer Eduard.
Claudia und ich hatten beschlossen, dass wir schon ein paar Tage früher
losfahren, damit wir noch etwas von der Gegend und vom Bier genießen
konnten. Und ich hoffte, dass es wirklich so kommen würde...

Am ersten Regattatag hoffte ich, dass wir eine gute Position
ersegeln könnten, aber ich musste wieder einmal feststellen, dass
Korsar nicht gleich Korsar ist...
Bei einer Notwende, gleich nach dem Start zur ersten Wettfahrt, konnte
ich die Fockschot nicht losschlagen, weil sie genau in die andere Richtung
aufging wie am gewohnten Boot. Das Resultat war, dass wir die Wassertiefe
mittels Masten testeten.

Der Mast eines Korsars ist länger als der Lipnov
Staussee an manchen Stellen tief ist. Als wir das Boot wieder aufgerichtet
hatten, hoffte ich nur, dass die schrecklichen Schlammpatzen nach dem
Reinigen vom Segel verschwinden...
Eduard wollte seine Heckfolien nicht zerstören und so versuchten
wir den Korsar leer zu lenzen. Das dauerte so seine Zeit, und als wir
das Boot schon so fast leer hatten, kam der Tschada Peter, ein österreichischer
Kollege, mit einem riesigen Vorsprung vom übrigen Feld auf uns zu.
Wir wollten die Beiden ja nicht behindern und fielen etwas ab, und schon
begann sich unser Boot wie ein U-Boot zu verhalten und sank ab. Ich hoffte,
dass wir nun nicht den Dreck auf dem Schwert haben werden...
Erst später erfuhren wir, dass Tschada einen Frühstart hatte,
und nur spazieren fuhr. Also hätten wir das U-Boot spielen ersparen
können...
Segeltechnisch lief es die nächsten Tage zwar etwas
besser, aber in Summe doch nicht so wie wir uns erhofft hatten...
Von 46 gestarteten Boote machten wir den 38. Platz.

An jedem Abend ging es in die Nachbarstadt Crezny Krumlov. Claudia und
ich hatten uns schon förmlich in die wunderbare Altstadt verliebt.
Die Stadt gehört zum Weltkulturerbe und wenn man all die verwinkelten
Gassen durchwandert, dann weiß man auch warum!

Leider ging auch dieser Cup einmal zu Ende. Alle meine Hoffnungen hatten
sich nicht erfüllt – aber dafür gibt es ja wieder einen
neuen (EURO)Cup der guten Hoffnung in zwei Jahren!
Gruß Andreas & Claudia
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| Letzte Aktualisierung: 14.05.2008 |
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